
Fotos zu machen ist grundsätzlich keine schwierige Sache, wenn man den künstlerischen Aspekt außen vorlässt und sich auf die reine Abbildung beschränkt.
Zumindest solange das Motiv groß genug ist. Erreicht das Motiv eine Größe, bei der man mit normalen Kameras nicht alles erkennt, weil das Motiv einfach zu klein ist (Pflanzen, Insekten, so Zeugs halt), muss man sich was einfallen lassen.
Wie so häufig gibt es dabei mehrere Möglichkeiten, die man sich einfallen lassen kann.
Die beiden am besten geeigneten will ich hier kurz vorstellen.
Zum einen wären da die Makroobjektive.
Mit Makroobjektiven ist es ähnlich wie mit den früher schon erwähnten Bildbearbeitungsprogrammen. Wenn man die Ressourcen hat, sollte man durchaus zu ihnen greifen, denn sie bieten die Möglichkeit, die Funktionen der Kamera auch bei hoher Zoomstufe uneingeschränkt zu nutzen.
Makroobjektive werden, wie ganz normale Objektive auch, einfach auf die Kamera montiert, und werden dann auch genau wie normale Objektive gehandhabt. Soll heißen man benutzt ganz normal den Sucher, “zielt” auf das Motiv und knippst. Das Objektiv übernimmt in der Regel die Feineinstellungen.
Ein Problem beim Makroobjektiv ist, wie bereits angedeutet, der Preis. Makroobjektive sind, salopp gesagt, schweineteuer.
Das zweite Problem, dass eigentlich immer das erste hinter sich herschleppt ist die Tatsache, dass die meisten Objektive ausschließlich mit der eigenen Marke kompatibel sind.
Warum das ein Problem ist? Nun, nehmen wir die gängige Marke “Canon“. Ein Makroobjektiv von Canon beginnt in einer Preisklasse ab ca 110 € (Quelle Amazon.de) und ist in seinem Preis nach oben hin ungebunden.
Die Alternative zum Makroobjektiv sind die Zwischenringe.
Zwischenringe sind, im Gegensatz zu den Makroobjektiven in der Regel nicht typgebunden, was den Vorteil hat, dass auch viele Dritthersteller Zwischenringe anbieten.
Gleichzeitig sind Zwischenringe auch um einiges günstiger, als Makroobjektive und beginnen bei ca. 20 € (obwohl auch hier der Preis nach oben hin relativ offen ist).
Zwischenringe werden zwischen das vorhandene Objektiv und die Kamera montiert und erschaffen damit einen ähnlichen Effekt wie das Makroobjektiv.
Das Problem dabei ist, dass sämtliche Automatiken, die die Kamera ursprünglich mit sich bringt (z. B. Autofokus), schlicht zum Teufel gehen und entsprechende Einstellungen selbst vorgenommen werden müssen, indem man näher an das Motiv herangeht, bzw. sich weiter davon entfernt. Hier ist herumprobieren angesagt.
In sofern ist die Entscheidung zwischen Makroobjektiv oder Zwischenring vom Preis im Vergleich zum Arbeitsaufwand abhängig zu machen, wobei ich persönlich wie oben schon erwähnt raten würde: Wenn man es sich leisten kann, sollte man durchaus zum Makroobjektiv greifen, obwohl man auch durchaus mit Zwischenringen sehr passable Ergebnisse erhalten.
Fotos by Gamma Man, Keiichirou Shikano (CC By, flickr.com)






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