Wir haben ja schon ansatzweise darüber gesprochen, wie man mit dem Fotografieren anfängt. Aber: Was mache ich, wenn ich dann Fotos gemacht habe? In diesem Artikel geht es um die Bildbearbeitung am Computer.
Zunächst muss man sich darüber klar werden: Möchte man seine Fotos veröffentlichen und anderen zugänglich machen, um stinkreich, berühmt und mächtig zu werden und der Weltherrschaft ein wenig näher zu kommen? Oder möchte man sie nur einfach so als Erinnerungen aufbewahren?
Wenn man Letzteres im Sinn hat, braucht man nach dem Drücken des Auslösers eigentlich gar nichts mehr weiter tun, außer vielleicht, die Daten auf den Computer zu ziehen.
Bei Ersterem wird die Sache schon interessanter. Zur Foto- beziehungsweise Bildbearbeitung gibt es die verschiedensten Programme. Manche gut, manche sehr gut, viele weniger gut und manche…sinnlos.
Die gern genannte Referenz zur Bildbearbeitung ist “Photoshop” von der Firma Adobe. Photoshop ist auch nicht zu Unrecht die Referenz, gehört das Programm doch zu den mächtigsten Tools, die im Bildbearbeitungsbereich so die Runde machen. Es gibt wenige Programme, mit denen man derartig umfangreiche Modifikationen an einem Bild vornehmen kann.
Das Problem an der Sache: Diese Möglichkeiten kommen buchstäblich mit einem Preis.
Photoshop liegt bei ca. 240 € für Studententen, was zwar noch ein recht akzeptabler Preis ist, doch es geht natürlich darum, 240 € zu haben, oder nicht zu haben.
Meiner Meinung nach sollte man, sofern man es sich leisten kann, durchaus zu Photoshop, bzw. der “Adobe Creative Suite” greifen, um ein Rundum-Multimedia-Paket nutzen zu können (erhältlich zwischen 721,60 € - 1.584,62 €).
Wer über diese finanziellen Mittel nicht verfügt (Essen und Trinken ist schließlich auch wichtig, wie man hört), muss sich dementsprechend andernorts umschauen.
Warum in die Ferne schweifen…
…wenn das Gute (im Bestfall kostenlose) so nahe liegt. Schauen wir doch mal, was Windows (in diesem Fall Windows 7) direkt mitbringt.
Beginnen wir mit “MS Paint”.
Paint ist zu erreichen, indem man auf das Windows-Symbol klickt und es dann in “Zubehör” auswählt. So weit, so simpel.
Okay. Was kann Paint?
Paint ist leider nur ein recht rudimentäres Programm, mit dem man Bildschrimfotos (Screenshots) machen, Farbflächen füllen und Formen generieren und die Größe von vorhanden Bilddateien ändern kann.
Natürlich es schon noch zu ein bisschen mehr in der Lage, aber das sind so ziemlich die Hauptfunktionen, die Paint erfüllt.
Für simple Modifikationen durchaus geeignet, wenn es jedoch ans “Eingemachte” geht, bleibt Paint leider weit hinter kommerzieller Software zurück.
Und doch: Bevor man gar keine Alternative hat, ist Paint ein durchaus verlässliches, kleines, ressourcenschonendes und damit schnelles und stabil laufendes Programm.
Was hat Windows denn noch zu bieten, außer Paint?
Nun ja…um ehrlich zu sein, nix.
Wer jedoch die “MS Office”-Version ab der Version 2003 sein eigen nennt, hat noch den “Microsoft Office Picture Manager” zur Verfügung.
Der Picture Manager bietet die Möglichkeit, die Formate (also Höhe und Breite) zu ändern, Bild-Dateien in die verschiedensten Formate zu konvertieren, und hat außerdem noch eine “Anti-Rote-Augen”-Funktion. Hinzu kommt die Möglichkeit, generell mit Helligkeit und Kontrast herumspielen zu können.
Zum einfachen Nachbearbeiten, zum Beispiel zum Aufhellen von Fotos u. Ä. durchaus geeignet, wenn man aber umfangreichere Änderungen an einem Foto vornehmen möchte, ist der Picture Manager mangels tatsächlicher Bearbeitungstools, wie Texteingabe oder “Mal”-Werkzeugen gänzlich ungeeignet.
Und was gibt´s noch?
Reichlich. Jedoch das letzte Programm, auf das ich hier eingehen möchte, ist im Freewarebereich zu finden.
Es geht um Gimp.
Gimp ist in seinen Funktionen stark an Photoshop angelehnt und man muss ganz ehrlich sagen, dass die Macher dieses
kleinen Programms ganze Arbeit geleistet haben.
Nicht nur, dass es ähnlich in der Anwendung ist, es ist sogar ähnlich mächtig wie Photoshop.
Und das Beste ist: es ist völlig kostenlos, obwohl sich die Macher natürlich auch durchaus über eine kleine Spende freuen.
Das Programm bringt die inzwischen standardisierten Werkzeuge mit, wie einfaches Malen, Größe ändern und so weiter.
Es hat aber auch zahlreiche Pinselformen, Sonderfunktionen, wie Digitale Effekte, Filter, Weichzeichner, Schnittwerkzeuge und unsagbar viel mehr zu bieten. Der wichtigste Vorteil von Gimp gegenüber Paint und Co. dürfte aber die Fähigkeit sein, mit Ebenen zu arbeiten.
Natürlich braucht auch Gimp eine gewisse Einarbeitungszeit, ist aber relativ einfach zu erlernen und es gibt jede Menge Tutorials im Internet zu finden.
Was also wählen in der breiten Masse der Bildbearbeitungssoftware?
Ich denke, wenn man es sich leisten kann ist man mit Photoshop am besten beraten, da es professionelle Sofware auf hohem Niveau bietet.
Dicht dran ist Gimp, da es eine ähnliche Funktionsvielfalt bildet und nichts kostet.
Ich persönlich bevorzuge Gimp, eben aufgrund des unschlagbaren Preis/Leistungsverhältnisses und weil die künstlerischen Möglichkeiten sehr breit gefächert sind.
Bilder vom Autor erstellt (Microsoft Paint, Gimp)
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