Jeder Mensch ist auf der Suche nach Hobbies, nach einem Steckenpferd, nach etwas, das ihm Spaß macht und von seinem farblosen Alltag ablenkt. Manche sammeln Briefmarken, andere machen Sport, wieder andere erstellen kreative Popelskulpturen, einschließlich Ausstellungskästen, Katalogen und Fotos dieser Kunstwerke. Aber irgendwer muss diese Fotos ja auch machen. Welch ein Glück, dass es auch die Fotografie als Hobby gibt.
Notwendigkeiten
Wenn man sich dazu entschließt, die Fotografie zu seinem Hobby zu machen, ob jetzt für Popelskulpturen anderer Leute, oder für eigene nicht ganz so eklige Projekte, setzt das natürlich ein paar Dinge voraus.
Da wäre zum Beispiel die Phantasie, also die geistige Möglichkeit aus einem vergleichsweise banalen Alltagsgegenstand ein visuelles Kunstwerk zu erschaffen. Ein gewisser Sinn für Spontanität schadet natürlich auch nicht, also die Motivation, wo immer man sich gerade befindet, oben genannte visuelle Kunstwerke zu erkennen.
Doch das wichtigste, das man zum Fotografieren braucht, ist eine Kamera.
Das richtige Werkzeug
Wie in so vielen Bereichen ist auch in der Fotografie die Auswahl des richtigen Werkzeuges sehr wichtig.
Es ist natürlich ein äußerst erhebendes Gefühl, eine 1200€ teure, digitale Spiegelreflexkamera mit sich herumzutragen, doch ob das als Anfänger sinnvoll ist, halte ich für fraglich.
Digital oder analog?
Inzwischen ist es Standard, mit einer digitalen Kamera zu arbeiten. Die Vorteile liegen auf der Hand.
Man kann sehr viel mehr Bilder hintereinander machen (auf eine 1GB-Speicherkarte passen je nach Auflösung rund 300 Fotos, auf einen Analogfilm knapp 40), die Bearbeitung ist sehr viel schneller möglich (einfach die Bilder auf den Computer laden, anstatt eine halbe Ewigkeit auf die entwickelten Resultate zu warten), und man kann direkt im Display der Kamera sehen, wie das gemachte Foto geworden ist.
Außerdem ist eine Digitalkamera in der Anschaffung evtl. teurer (was auch nicht notwendigerweise der Fall sein muss), aber spätestens, wenn man feststellt, wie teuer ein Film für eine analoge Kamera plus die Entwicklung der Bilder ist, die vielleicht nicht einmal etwas geworden sind, relativiert sich diese Zahl wieder.
Das heißt in Konsequenz, dass ich eine Digitalkamera einer analogen vorziehen würde. Auch hier wird es mit Sicherheit Leute geben, die mir da widersprechen würden, da sie Möglichkeiten kennen, das Foto an sich bereits während der Entwicklung zu manipulieren, aber die wenigsten Hobbyfotografen nehmen überhaupt Einfluss auf die Entwicklung der Fotos.
Brauche ich unbedingt eine Spiegelreflexkamera, wenn ich noch ganz am Anfang stehe?
Kurz gesagt: Nein.
Für einen Anfänger ist eine Spiegelreflexkamera eine extrem teure Anschaffung, mit der er in der Regel nicht wirklich etwas anfangen kann. Natürlich, Kamera ausrichten auf den Knopf drücken und auf den Blitz warten geht auch mit einer Spiegelreflex, aber ein Anfänger ist kaum in der Lage, das Potential einer solchen Kamera richtig zu nutzen. Allein an den zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten wird der eine oder andere Neuling definitiv verzweifeln.
In sofern würde ich dazu raten, für den Anfang eine „normale“ Digitalkamera anzuschaffen, denn die ist erheblich billiger und eine gute Möglichkeit, sich in das Thema Fotografie einzuarbeiten.
Je mehr Pixel, desto besser?
Häufig werben die üblichen Elektromärkte damit, Kameras mit pervers hoher Pixelzahl anzubieten. Von zwölf Millionen Pixeln ist da die Rede (oder auch 12 Megapixel). Doch es stellt sich natürlich die Frage: Was sind überhaupt diese Pixel? Jedes digitale Bild besteht aus vielen, vielen, farbigen, kleinen Punkten. Diese Bildpunkte werden Pixel genannt. Die Theorie hinter dem „Je mehr Pixel, desto besser“-Prinzip ist an sich durchaus folgerichtig. Je mehr Pixel in der Lage sind, ein Bild darzustellen, desto mehr Details können dargestellt werden, desto schärfer kann das Bild werden, und desto größer kann es letzten Endes ausgedruckt werden.
Das Problem dabei ist allerdings, je mehr Pixel vorhanden sind, desto mehr Fehler können passieren. Das soll heißen, wenn bei zehn Millionen Pixeln drei Millionen Fehlerhaft sind, sieht das fertige Bild gegebenenfalls unschärfer aus, als ein Bild, das mit acht Millionen Pixeln gemacht wurde.
Pixelfehler können auf verschiedenste Weise entstehen, auf die ich in einem anderen Artikel noch näher eingehen werde.
So. Im Grunde ist jetzt der Weg geebnet, um sich eine Kamera auszusuchen und mit der Fotografie zu beginnen.
Viel Spaß.
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Hey,
vielen Dank ich spiele eben auch mit dem Gedanken mir eine Kamera zuzulegen. Danke für die Info.
Grüße
Rudolf